Umweltkonzepte für AutohäuserUmweltschutz im Autohaus: Von der Pflicht zur Kür

Kfz-Werkstätten und Autohäuser müssen viele Vorschriften hinsichtlich des Umweltschutzes erfüllen, um überhaupt betrieben werden zu dürfen. Doch sie können noch weitaus mehr tun. Ein Umweltbeauftragter im Betrieb sichert ein nachhaltiges Abfallmanagement und gestaltet die Strukturen effizienter. Das Beste: Eine freiwillige TÜV-Prüfung zum Thema Umweltschutz in Werkstatt und Autohaus ist auch ein deutliches Signal für die Kunden.

Warum braucht es ein umfassendes Umweltkonzept?

Je genauer ausgefeilt und stimmiger ein Umweltkonzept implementiert ist, desto einfacher wird die Abfallentsorgung für Autohäuser und Werkstätten und desto leichter überstehen Sie Prüfungen und die Berichtszyklen. Denn wenn das Umweltkonzept wie ein Uhrwerk funktioniert, vermeiden Sie Doppelarbeit, langwieriges Erstellen von Berichten und mitunter sogar hohe Kosten für Strafen oder Nachbesserungspflichten. Gleichzeitig zeigen Sie als ausgezeichneter Betrieb (siehe unten) Ihren Kunden, dass Sie „grün arbeiten“ – und dieses Argument ist heute für Kunden häufig mit kaufentscheidend.

Wie sieht ein umfassendes Umweltkonzept für Werkstatt und Autohaus aus?

Es ist gar nicht so schwer, ein Umweltkonzept mit Mehrwert für den Betrieb zu schaffen. Die Säulen dafür sind in den Vorschriften für die Abfallsammlung, die Abfallentsorgung, die Lagerung und die Abwasserbehandlung festgehalten. Wer es mit dem Umweltschutz im Autohaus oder der Werkstatt ganz genau nimmt, sorgt nicht nur für die Einhaltung der Mindeststandards, sondern auch dafür, dass alle Komponenten der Nachhaltigkeit von allen Mitarbeitern gelebt und verstanden werden. Und hier kommt der Umweltbeauftragte ins Spiel.

Was leistet der Umweltbeauftragte?

Die Abfallentsorgung für Autohäuser kann nur dann reibungslos funktionieren, wenn die einzelnen Schritte auch stets überprüft werden. Als zentrale Instanz ist der Umweltbeauftragte im Betrieb aber nicht nur dafür zuständig. Ihm obliegt es auch, die Dokumentation lückenlos zu halten, Prüfintervalle festzulegen und Mitarbeiter zu schulen. Zudem ist er bei allen Umweltfragen der erste Ansprechpartner.

Wer eignet sich als Umweltbeauftragter?

Der Mitarbeiter muss sorgfältig ausgewählt werden und sollte für seine Arbeit auch ein entsprechendes Zeitkontingent sowie eine gewisse Entscheidungsautorität erhalten. Der Posten ist eine zentrale Schaltstelle im Betrieb und lebt gleichzeitig vom Engagement und Interesse des Mitarbeiters.

Wie mache ich das Umweltkonzept bekannt?

Der TÜV zertifiziert Betriebe als „Umweltbewusster Fachbetrieb“, die sich freiwillig einer jährlichen Überprüfung des Umweltkonzeptes (inklusive aller Vorschriften zu Lagerung, Entsorgung, Verwertung, Anlagensicherheit etc.) stellen und einen Umweltbeauftragten haben. Da der Überprüfungsturnus geringer als vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, können Betriebe so stets auch dafür sorgen, dass ihre Umweltschutzmaßnahmen auf dem neuesten Stand sind. Außerdem dürfen sie die Prüfplakette zu Werbezwecken nutzen. Und ein TÜV-Siegel hat großes Gewicht.