Auf den ersten Blick glaubt jeder, den Begriff Abfall sofort definieren zu können. Aber was bedeutet eigentlich „Abfall“ im juristischen Sinn? Sind es Dinge, die nicht mehr genutzt werden? Oder Dinge, die nicht mehr nutzbar sind? Grundsätzlich gilt: Abfall sind Dinge oder Substanzen, für die es keinerlei Bedarf (mehr) gibt. Darunter fallen auch Gase oder chemische Belastungen. Geregelt ist das Thema Abfall europaweit durch die Richtlinie 2008/98/EG. Sie beinhaltet die Regelung der Vermeidung, Vorbereitung zum Recycling (inklusive Recycling selbst) sowie die Entfernung oder sonstige Verwertung von Abfall. Die Vermeidung von Abfall hat immer Priorität.

In Deutschland regelt das sogenannte Kreislaufwirtschaftsgesetz den Transport und die Sicherung von Abfall. Laut KrWG (d.h. Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen) hat der Abfall zwei zentrale Voraussetzungen für die Einstufung als Abfall zu erfüllen:

  • Es muss sich um eine bewegliche Sache handeln, es muss in Anhang 1 des KrWG benannt sein und vorschriftsgemäß entsorgt werden muss. Dabei unterscheidet das Gesetz zwischen tatsächlicher Entsorgung, Entsorgungswille oder Zwangsentsorgung.
  • Die Beweglichkeit der Sache spielt eine entscheidende Rolle. So ist zum Beispiel ein vergifteter Boden erst dann Abfall, wenn er transportabel gemacht worden ist. Oft ist es aber nicht einfach, Abfall von Nicht-Abfall oder Abfall zur Wiederverwertung und Abfall zur Beseitigung voneinander abzugrenzen. Im Zweifel werden noch strengere Vorgaben zu erfüllen sein.

Bedeutung von Deponien

Der Abfall wird auf unbestimmte Zeit in Deponien gelagert. Abfälle mit über 5 % organischem Anteil müssen vor der Lagerung behandelt worden sein. Maßgeblich sind hier die Vorgaben der Verwaltungsvorschrift TA Siedlungsabfall, der Deponieverordnung sowie der Abfallablagerungsverordnung. Bodendeponien benötigen eine baurechtliche und wasserschutzrechtliche Genehmigung, Untertagedeponien eine bergrechtliche. Seit dem Jahre 2005 dürfen auf Hausmülldeponien nur noch nicht-organische und behandelte Abfälle gelagert werden.

Die Abfallbehandlung vor einer Verwertung kann durch Kompostierung oder Vorsortierung erfolgen. Müll, der in eine Verbrennungsanlage verbracht wird, unterliegt der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung. Sie regelt Grenzwerte für giftige Substanzen. Für die Bodenlagerung gelten verschiedene Deponieklassen, die sich nach Gefährlichkeit der Abfälle unterscheiden. Aus diesen genannten Gründen hat die Abfalltrennung und das gesamte Thema Abfallmanagement eine wichtige Funktion und trägt zum Schutz der Umwelt bei. Dennoch bleiben Hausabfälle ein Problem, weil die Entsorgung immer mehr Kosten und Aufwand erfordert. Die CS Container & Recycling KG ist Ihr kompetenter Partner Rund um die Themen Abfallentsorgung, Containerdienst, Logistik, Entsorgung und Recycling.